11.10.2017

Vereine informierten sich über das Jugendleistungszentrum (JLZ) Emsland

Autor / Quelle: FFor

Auf Anregung einiger Vereine aus der Grafschaft organisierte der Kreisvorsitzende Georg Alferink eine Informationsveranstaltung, an der zahlreiche Vereinsvertreter teilnahmen.

 

Hubert Börger, Vorsitzender des NFV-Kreis Emsland und „Vater“ des Jugendleistungszentrums (JLZ) Emsland, zeigte die vor etwa 7 Jahren begonnene Entwicklung und die zuerst damit verbundenen Schwierigkeiten auf. Dabei spielten die anfangs teilweise ablehnende Haltung einiger Vereine, die finanziellen und logistischen Herausforderungen sowie der notwendige Aufbau von neuen Strukturen eine Rolle. Der Vorstand des KFV Emsland fasste schließlich den Beschluss, das JLZ beim SV Meppen anzusiedeln, weil dieser Ort einerseits zentral im Emsland lag und man andererseits hier die schon vorhandene Infrastruktur (Sportplätze, bereits relativ hoch spielende Mannschaften etc.) gut nutzen konnte und deshalb nicht extra ein neuer Verein mit seinen notwendigen Gremien gegründet werden musste. Das alles sei aber darüber hinaus nur möglich, so Börger, weil eine erhebliche finanzielle Unterstützung der Öffentlichen Hand sowie der emsländischen Wirtschaft gegeben sei. Ziel der Arbeit im JLZ sei es, besonders talentierte Spieler von entsprechend qualifizierten Trainern zu fördern und zu fordern, indem sie in einen Wettstreit treten mit ihren Mannschaftskameraden, aber auch mit jeweils spielstarken Gegnern.

Frank Dosquet als Vorsitzender des sich parallel zum Aufbau des JLZ gebildeten „Arbeitskreis JLZ“ berichtete den Anwesenden ausführlich darüber, wie sein Gremium, bestehend aus vielen Vereinsvertretern, arbeitet und wie ein Spielerwechsel von einem Verein zum JLZ bzw. vom JLZ zu einem wieder aufnehmenden Verein oder auch zurück zum Stammverein vonstattengeht. Anhand einiger Grafiken veranschaulichte er, um wie viele Klassen höher die Mannschaften des JLZ (bisher U19, U17 und U15) im Gegensatz zu den hiesigen Jugendmannschaften spielen und wie dadurch ein besonderes „Fordern“ zustande kommt.

Alo Weusthoff und Winfried Budde, sportliche Leiter im JLZ, machten dabei deutlich, dass man bei Spielerwechseln sehr „seriös vorgehe“ und immer erst den Verein und die Eltern anspreche, bevor dann erst der besonders talentierte Jugendliche kontaktiert werde. Umgekehrt erwarte man dieses Vorgehen allerdings auch von den Vereinen, wenn sie Spieler des JLZ abwerben möchten. Klar wurde an diesem Abend auch, dass immer noch an den Strukturen des JLZ gearbeitet wird und man weiterhin bemüht ist, die gesamten Bedingungen zu optimieren (Fahrdienste, Trainingsbedingungen, Vereinbarkeit von Training und Schule, pädagogische und medizinische Betreuung etc.).

An diesem gesamten Vorhaben, das auch vom DFB wegen seiner besonderen Auswirkung auf Regionen ohne Bundesliga-Internate als „Pilotprojekt“ anerkannt werden soll, wird also weiterhin dynamisch und verbessernd gearbeitet.

Ein GN-Bericht von der Info-Veranstaltung sowie weitere ausführliche Informationen zum JLZ Emsland gibt es auch hier 

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Seite zuletzt aktualisiert am: 20.10.2017

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