26.06.2019

Sieben Grafschafter Schiedsrichter steigen auf

Autor / Quelle: AH

Die Erfolgsgeschichte der Grafschafter Schiedsrichter schreibt sich in diesem Sommer um mehrere Kapitel fort. Gleich sechs Schiedsrichter sowie mit Lena Löpmann (SV Suddendorf-Samern) auch eine Schiedsrichterin werden nach guten Leistungen in der kommenden Saison in höheren Klassen eingesetzt. Den Aufstieg als Schiedsrichter in die 3. Liga schaffte dabei Lukas Benen (Vorwärts Nordhorn), der zudem auch als Schiedsrichterassistent, als vierter Offizieller sowie als Videoschiedsrichter (VAR) in der 2. Bundesliga zum Einsatz kommen wird.

Auch Lena Löpmann schaffte es wie Benen durch ihren Aufstieg auf die DFB-Liste. Sie wird künftig als Schiedsrichterassistentin in der 2. Bundesliga der Frauen eingesetzt und pfeift weiterhin in der Regionalliga der Frauen sowie bei den Herren in der Bezirksliga. Dritter Grafschafter Neuling auf der DFB-Liste ist Daniel Fleddermann (VfL Weiße Elf), der als Schiedsrichterassistent in die 3. Liga aufgestiegen ist. Damit stehen nunmehr insgesamt sechs Unparteiische auf der DFB-Liste, auf der sich neben den drei Neulingen weiterhin auch Guido Kleve (Vorwärts Nordhorn/Schiedsrichterassistent Bundesliga), Arne Aarnink (VfL Weiße Elf/ Schiedsrichter 2. Bundesliga und Assistent 1. Bundesliga) und Jost Steenken (Vorwärts Nordhorn/Schiedsrichterassistent 3. Liga) befinden. „Das ist ein sensationeller Wert für unseren recht kleinen Fußballkreis“, freute sich der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses Gerold Wolf. „Wir haben hier mittlerweile eine Leistungsdichte, wie sie sonst nur in Ballungszentren wie Berlin, Hannover oder München zu finden ist“, fügte der Lehrwart Ralf Hilmes hinzu. Da mit Tobias Waldmann (SV Wietmarschen) ein weiterer Grafschafter den Aufstieg in die Oberliga schaffte, wird der Kreis Bentheim in der kommenden Saison in jeder Liga von der Bundesliga abwärts zumindest mit einem Unparteiischen vertreten sein, wie Hilmes stolz vermerkte. Der ehemalige Zweitligaschiedsrichter hatte in der abgelaufenen Saison Lukas Benen gecoacht und damit einen Anteil an dessen Aufstieg. „Wir als ehemalige Bundesligaschiedsrichter geben unsere Erfahrungen an die jungen Leute weiter und führen individuelle Spielanalysen durch“, erläuterte Hilmes. Diese würden teilweise direkt vor Ort bei den Spielen durchgeführt, zum Teil werde jedoch auch auf zur Verfügung stehendes Bildmaterial zurückgegriffen.
Theoretisch könnte die Grafschaft nun ein eigenes Gespann in der 3. Liga stellen. Daniel Fleddermann wird tatsächlich Benen bei dessen Drittligaeinsätzen assistieren. Jost Steenken wird jedoch im Gespann von Riem Hussein, die zur Zeit noch bei der Frauenfußball-WM in Frankreich verweilt, zum Einsatz kommen.
Absolutes Neuland wird für Benen der Einsatz als Videoschiedsrichter, der in der kommenden Saison auch in der 2. Bundesliga eingeführt wird. Der VWL-Student wird in der Sommerpause eine entsprechende Ausbildung absolvieren und in einigen Testspielen mit der Technik in der Praxis vertraut gemacht.
Komplettiert wird der große Erfolg der Grafschafter Schiedsrichter durch den Aufstieg von Arne Nibbrig (SV Bad Bentheim) sowie Marcel Waldmann und Fynn Osseforth (beide SV Wietmarschen) in die Landesliga. Der Erfolg des Grafschafter Trios ist umso bemerkenswerter, da nur fünf Schiedsrichter im gesamten Bezirk Weser-Ems den Aufstieg in die Landesliga schafften.
In der Bezirksliga pfeifen 2019/20 Simon Oldekamp (TSV Georgsdorf), Jan Niklas van der Kamp (FC Schüttorf 09), Jonas Rasfeld (Vorwärts Nordhorn), Jonas Groothus (FC Schüttorf 09), Jan Husmann (SV Bad Bentheim) und Jan Wolf (SpVgg Brandlecht-Hestrup).
„Hier ist deutlich zu erkennen, was mit Motivation, Leistungsbereitschaft und Talent möglich ist“, sagte Gerold Wolf. Dass die Schiedsrichter äußerst motiviert seien, zeige auch die regelmäßige Teilnahme am Schiedsrichtertraining sowie den monatlichen Belehrungsabenden.
„Wir versprechen uns durch diese Aufstiege, dass die Ausübung der Schiedsrichtertätigkeit vielleicht auch eine Signalwirkung für andere Sportkameradinnen und Sportkameraden hat und an Attraktivität gewinnt. Wir freuen uns über jeden Neuzugang“, warb Wolf für die Schiedsrichtertätigkeit und zeigte gleichzeitig Perspektiven auf, da die aktuellen Schiedsrichterzahlen trotz der Erfolge in der Spitze rückläufig seien.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 10.07.2019